Stuart Wood (l-r), Alan Longmuir, Leslie Mckeown, Derek Longmuir und Eric Faulkner warten in einem Jumbo-Jet auf dem Londoner Flughafen Heathrow auf den Abflug zu einer Tournee durch Australien (1975). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Pa/PA Wire/dpa)

Mit seiner Pop-Band Bay City Rollers begeisterte er vor allem junge Frauen – nun ist der einstige Mädchenschwarm und Sänger Les McKeown im Alter von 65 Jahren überraschend gestorben. Das bestätigte seine Familie am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in London.

Einer Mitteilung auf Facebook zufolge starb McKeown am 20. April. «Mit großer Trauer müssen wir den Tod unseres geliebten Mannes und Vaters Leslie Richard McKeown bekanntgeben», hieß es darin. Woran der Sänger starb, wurde nicht bekannt.

Die Bay City Rollers feierten in den 1970er Jahren weltweit Erfolge mit Songs wie «Bye Bye Baby» und «Shang-a-Lang». Vor allem bei Jugendlichen kamen die fünf Jungs aus Schottland, die mit ihrem Tartan-Look (traditionelle Karo-Muster) auch modisch Trends setzten, gut an. Ihre Musik wurde auch als «Bubblegum Pop» (Kaugummi-Pop) bezeichnet. Laut BBC verkauften die «Rollers» rund 120 Millionen Tonträger.

McKeown führte die Band von 1973 an zu ihren größten Erfolgen. Viele ihrer Lieder waren Cover-Versionen, doch mit «Give A Little Love» landete die Gruppe in Großbritannien auch mit einem eigenen Song einen Nummer-1-Hit. 1978 trennten sich die Wege. Der Sänger tourte bis zuletzt mit einer Band unter dem Namen McKeown’s Bay City Rollers durch die Welt.

Doch es war nicht alles Heiterkeit für McKeown. Bei einem Heimatbesuch inmitten einer Tournee verursachte er 1975 in Edinburgh einen Unfall, bei dem eine 76 Jahre alte Frau ums Leben kam. Der BBC zufolge wurde er in einem Prozess der fahrlässigen Tötung durch Gefährdung im Straßenverkehr angeklagt, aber freigesprochen. Den Schock, berichtete er später, habe er sehr lange nicht verarbeitet.